Wir möchten Ihnen einen Auszug aus einer fehmaraner Volksballade präsentieren, der die wunderschönen Sonnenuntergänge, die man am besten von der großen West-Terrasse unseres Hauses beobachten kann, perfekt beschreibt:
"Im Westen erstrahlt die Sonne wie ein goldener Ball am Horizont. Sie sinkt langsam immer tiefer hinab, taucht ins Meer ein und geht schlafen. Gemäß einer alten Volkssage von Fehmarn kommt dann die Jugend des Dorfes Bojendorf, das ganz im Westen der Insel liegt, und holt die Sonne aus dem Meer, um sie in den Stall des Strandhirten zu bringen. Der Strandhirte gehört zu den alten 'Wetlüde' (die Wissenden, die das alte, ungeschriebene Recht kennen). Er legt die schlafende Sonne in sein Boot und rudert mit ihr um das Markelsdorfer Huk herum, entlang der Nordküste bis zum Preesener Strand im Nordosten der Insel. Dort steigt sie am frühen Morgen frisch gewaschen und strahlend aus dem Meer empor, um den Menschen, Tieren, dem Getreide, dem Gras und den Blumen ihren Segen zu spenden."
Dieses Zitat stammt aus dem Buch "Die Krone im blauen Meer" von Peter Weipert. Es veranschaulicht auf poetische Weise den besonderen Mythos und die Schönheit der Sonnenuntergänge auf Fehmarn.